Energieverbrauch Pro Haushalt

Stromverbrauch pro Haushalt

Allerdings kann in jedem Haushalt etwas getan werden, um den Pro-Kopf-Energieverbrauch zu senken. Informationsquelle Mit rund 74% hat der Energieverbrauch für die Raumheizung den weitaus höchsten Stellenwert am Gesamtenergieverbrauch der Privathaushalte. Das Segment "Beleuchtung" hatte einen Umsatzanteil von nur 1,6 Prozent. Zwischen 1995 und 2007 stiegen die Haushaltsausgaben für Haushaltsenergie (Strom, Erdgas, Flüssig- und Festbrennstoffe, Fernwärme) um fast 61% an.

Dementsprechend ist der Ausgabenanteil der Privathaushalte an den Gesamtkonsumausgaben der Privathaushalte von 3,7 auf 4,7 Prozent im Jahre 2007 gestiegen, was in absoluten Zahlen einen Zuwachs von 86 auf 130 EUR pro Haushalt und Monat bedeutet.

Dieser Anstieg der Ausgaben ist beinahe ausschließlich auf höhere Kosten zurück zu führen, da die Menge der konsumierten Haushaltsenergie zwischen 1995 und 2007 annähernd gleich geblieben ist. Im Wohnbereich hatte der Energieverbrauch für die Raumheizung 2006 mit 73,3 Prozent den größten Einfluss. Ohne Berücksichtigung witterungsbedingter Fluktuationen ist der Heizwärmeverbrauch seit dem Höchststand im Jahr 2000 um 11,2 Prozentpunkte gesunken.

Zwischen 1995 und 2006 ging die Stromintensität, also der Energieverbrauch pro qm Wohnraum, um 14,4 Prozentpunkte zurück. Dies ist auf die Verbesserung der Gebäude- und Heizungstechnik sowie auf Veränderungen im Haushaltsverhalten (z.B. Einsparung durch Reduzierung der Raumtemperatur) zurückzuführen. Nachdem der Strombedarf pro qm Wohnraum zwischen 1995 und 2000 um 2 Prozentpunkte angestiegen und zwischen 2000 und 2006 nur um 16 Prozentpunkte gesunken war, kann davon ausgegangen werden, dass die privaten Haushalte gezielt auf die starken Preiserhöhungen für Heizenergie mit Energieeinsparungen reagiert haben.

Die Energieverbräuche für die Raumheizung wären noch weiter gesunken, wenn die Spareffekte nicht durch den Abwärtstrend zu kleinen Häusern oder die Zunahme der mittleren Wohnflächen pro Einwohner verlangsamt worden wären. Letzteres ist zwischen 1995 und 2006 um 13,8 Prozentpunkte und die Anzahl der privaten Haushalte zwischen 1995 und 2006 um 6,4 Prozentpunkte gestiegen.

In kleinen Häusern ist die Lebenserwartung pro Einwohner höher als in Mehrpersonenhäusern. Bei der Raumheizung in einem Single-Haushalt liegen die Pro-Kopf-Energieverbräuche um knapp 60 Prozentpunkte über dem Durchschnittwert. Die Sparte "Mechanische Energie" - also der Energieverbrauch für den Unterhaltungs-, Informations- und Kommunikationsgerätebetrieb - verzeichnete zwischen 1995 und 2006 ein hohes Wachstum von 25,4 %.

Aber auch im Segment "Sonstige Prozesswärme" (Energie zum Garen und Waschen) nahm der Verbrauch in diesem Zeitabschnitt zu ("plus 11,5 Prozent"). Grund hierfür ist die erhöhte Ausrüstung der privaten Haushalte mit teilweise neuen elektrischen Geräten (z.B. Mikrowellenherd, Kaffeemaschine, Wäschetrockner) sowie der Kauf von zweiten Geräten (z.B. Kühl- und Gefrierschrank, Computer, TV-Gerät).

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