Energiekostenentwicklung Deutschland

Entwicklung der Energiekosten in Deutschland

Ökonomie Energiekosten Der Wechsel des Stromanbieters zahlt sich mehr denn je aus. Der Einsatz der Kernenergie spaltet seit langem Politik und Gesellschaft in Deutschland. Dies liegt auch an den hohen Belastungen für den Energieübergang. Der Handelsplatz für Strom aus Deutschland, Frankreich und Österreich ist die EEX in Leipzig. Ökologie und Kohlelobby streiten über die Energiekosten und die Zukunft des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Veröffentlichung - Preisangaben - Daten zu Energiepreisentwicklungen

In dieser monatlichen Publikation werden Angaben zur Energiepreisentwicklung aus verschiedenen statistischen Angaben der Preisgruppe und von Eurostat zusammengefasst. Zu den einzelnen Energieträgern (Steinkohle, Braun- und Rohöl, Gas, Benzin, Dieseltreibstoff, Leichtheizöl, Schweröl, Flüssigerdgas, Elektrizität, Fernwärme) werden in einem Teil des Textes Kurzbeschreibungen abgegeben, vor allem zu Vorkommen und Nutzung sowie zu Preismechanismen.

Stromverbrauch der privaten Haushalten

Im Jahr 2016 konsumierten die Privathaushalte rund 665 Terrawattstunden (TWh) Strom, das sind 665 Mrd. kg (Mrd. kWh) oder 2.394 Petroleum-PJ. Das entspricht einem guten Quartal des Gesamtendenergieverbrauchs. Zwischen 1990 und 2016 nahm der Gesamtenergieverbrauch der Haushalte ohne den dem Verkehrssektor zugeordneten Treibstoffverbrauch um 0,4 Prozentpunkte zu (siehe Abbildung "Entwicklung des Gesamtenergieverbrauchs der Privathaushalte").

1996, 2001 und 2010 waren die Wintern sehr kalt, was zu einem höheren Kraftstoffverbrauch für die Raumheizung führte. Mehr als zwei Dritteln ihres Endenergiebedarfs brauchen private Haushalten für die Beheizung von Räumen (siehe Abb. "Endenergieverbrauch nach Anwendungsgebieten 2016 - Private Haushalte").

Auf Platz drei liegt die Kategorie der regenerativen Energieträger, auf Platz vier die der Fernheizkraft. In den anderen Anwendungsbereichen dominieren der Energiebedarf für Heißwasser und andere Prozeßwärme (Kochen, Wäschewaschen etc.) oder Prozeßkühlung (Kühlen, Einfrieren etc.). Die Tendenz zu mehr Häusern, größerer Wohnfläche und weniger Mitglieder pro Haus (siehe "Bevölkerungsentwicklung und Zusammensetzung der privaten Haushalte") führen eher zu einem Mehrverbrauch.

Dieser Entwicklung wird jedoch zum Teil durch die immer besseren Energiestandards bei Neubau und Altbausanierung entgegengewirkt. Von 1990 bis heute hat sich der Energiemix zugunsten von Kraftstoffen mit geringerem Kohlendioxidausstoß verschoben. Dadurch wurden auch die direkten Treibhausgas-Emissionen der Privathaushalte reduziert (siehe Abb. "Kohlendioxid-Emissionen der Verbrennungsanlagen der Privathaushalte").

Stromkosten, Strompreise

Die steigenden Kosten für Energie sind immer häufiger in den Schlagzeilen. Schließlich sind die Strompreise in der Regel sowohl für die Inflationsraten (Inflation) als auch für die zusätzlichen konjunkturellen Belastungen der Konsumenten mitverantwortlich. Weil die Kosten für Energie aus vielen Bestandteilen bestehen, viele damit Geld verdienen und von der Börsenspekulation beeinflusst werden, sind auch die Kosten für Energie ein heikles politisches Unterfangen.

Neben der gefühlsmäßigen und oft punktuellen Betrachtung der Stromkosten im Verhältnis zu anderen Ausgaben spricht die statische Energiekostenentwicklung eine deutliche Sprache. 2. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Stromkosten für Strom und Wärme in Deutschland im Monatsnovember 2008 gegenüber dem Vorjahresmonat um 22,4 Prozent gestiegen. Bei den Energiepreisen für Thermoöl wurden sogar 40,8 Prozent zugelegt.

So spiegeln sich die Stromkosten beispielsweise in den Anschaffungsnebenkosten für Wohnfläche wider. Die Wohnungsnebenkosten lagen 2008 im Durchschnitt um 32,2 Prozent über denen des Jahres 2003, während die Wohnungsnebenkosten vor allem die Entsorgungs-, Wasser- und Stromkosten umfassen. Nach Schätzungen des Energieinstituts Bremen wird im Jahr 2030 mit einer Inflationsrate von 2 Prozent das Doppelte des Jahres 2007 erreicht. 93 Prozent der ZEW-Energieexperten erwarten einen langfristigen Anstieg der Strompreise.

Am einfachsten ist es, gegen die hohen Strompreise durch geschicktes Vorgehen im Resultat zu sparen. Übrigens zahlt sich der Wandel bei den fossilien Brennstoffen in der Regel nicht aus. Deshalb entweder die bestehende Energiequelle optimal nutzen oder auf regenerative Energiequellen umsteigen. Irrtümer, Kommentare zu Energiepreisen, Kosten?

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