Energie a

Die Energie a

Eine scheinbar effiziente Kategorie A verbraucht heute fast halb so viel Energie wie ein hocheffizientes A++ Gerät. Energie-Klasse A? lst das wirklich gut? Alle reden davon, Energie zu sparen. Es gibt viele Wege im eigenen Haus, den eigenen Energieverbrauch mit simplen Mitteln erheblich zu mindern.

Seit 1998 kann sich jeder, der auf den Einkauf neuer Haushaltsgeräte angewiesen ist, an so genannten Energieverbrauchsetiketten ausrichten. Die Energiestufe A steht für gute Energie-Effizienz, ein A für böse.

Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass viele Konsumenten nicht wissen, welcher Energieverbrauch wirklich hinter den Energieetiketten liegt. Anlass genug, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und sich zu überlegen, welche Energiestufen tatsächlich gut und welche schlecht sind. Inzwischen gibt es Energie-Effizienzklassen für Kühlgeräte, Leuchten, Fernseher, Wasch- und Geschirrspülmaschinen. Sie sollen dem Auftraggeber dazu verhelfen, beim Einkauf auch den Energieverbrauch der Anlage in Betracht zu ziehen.

Bei der Einstufung nach Energie-Effizienzklassen wird nach dem englischem und amerikanischem Schulnoten-System vorgegangen: Ein A ist die höchste Stufe. Dann haben diese Hausgeräte einen sehr großen Bedarf an Energie. Weil der Energieverbrauch über die ganze Lebensdauer hinweg kostet, kann der Konsument anhand der Energieeffizienzklasse selbst bestimmen, ob sich der meist erhöhte Kaufpreis für ein Geräte der Kategorie A lohnt.

Nach einer Befragung der Verbraucherzentralen Rheinland-Pfalz haben viele Menschen kein Verständnis für die Energielabels. Der absolute Stromverbrauch, der auf dem Energieetikett in kWh "pro Jahr" vermerkt ist, wurde von zwei Dritteln aller Teilnehmer nicht bemerkt. Um so problematischer ist es, je grösser der TV, die Kühlgeräte und dergleichen werden. Ein leistungsfähiger A+ TV-Gerät mit 80 cm Bilddiagonale benötigt beispielsweise rund 50 kWh im Jahr.

Mit einem großen A+ Fernseher mit einem Durchmesser von 140 cm ist der Energieverbrauch mit 120 kWh pro Jahr bereits mehr als verdoppelt. Jeder, der sich nur auf die Energieverbrauchskennzeichnung stützt, könnte überrascht sein, wenn man sich die Elektrizitätsrechnung ansieht, dass noch mehr Elektrizität als bisher konsumiert wurde. Aber das ist nicht das alleinige Hindernis für die Konsumenten.

Die Klassifizierung vieler Energiestufen orientiert sich am aktuellen Zustand von 1994 und hat sich seitdem stark verbessert, so dass ständig neue Stufen hinzukommen mussten. Im Jahr 2003 wurden die Kategorien für Kühlgeräte vorgestellt, 2011 die Kategorien A+, A++, A++, A+++ für Spülmaschinen, Reinigungsmaschinen und Fernsehgeräte und 2011 die Kategorie A+++ für diese.

Heutzutage haben immer mehr Produkte ein immer schöneres Energie-Label und eine eindeutige Trennung zwischen den Produkten ist für den Konsumenten schwierig. Deshalb sollten sich die Konsumenten beim Einkauf nicht nur auf das Energie-Label stützen. Weil es viel energiesparender ist, einer niedrigen Vereisung zu begegnen, als eine starke Schicht Eis einige Mal im Jahr zu beseitigen.

Das bedeutet, dass der Gefrierschrank immer unter besten Voraussetzungen arbeitet und der Energieverbrauch erheblich gesenkt wird. Wenn Sie sich für einen neuen Bildschirm interessieren, sollten Sie sich die Frage stellen, ob er wirklich immer der grösste sein muss. Energieeffiziente Fernsehgeräte können auf rund 1 kW basieren. Die modernen Wasch- und Geschirrspülmaschinen sind nicht nur leistungsfähig, sie können auch energieeffizient betrieben werden.

Deshalb sollten beim Einkauf auch zusätzliche Funktionen wie z. B. Energieeinsparprogramme berücksichtigt werden. Deshalb sollten immer Leuchtmittel der Energie-Effizienzklasse A, Leuchtstofflampen (LEDs), Leuchtstofflampen und Sparlampen eingesetzt werden. Bei der Anschaffung sollte neben der Energie-Effizienz aber auch auf das Recyceln der Leuchtmittel Rücksicht genommen werden: Energiesparleuchten sind quecksilberhaltig und müssen als Sonderabfall beseitigt werden.

Ãber die Gastautoren: Robert Doelling ist seit vielen Jahren in der Online-Vermarktung regenerativer Energie aktiv. Robert Doelling leitet derzeit das Internetportal www.solaranlagen-portal als Leiter des Bereichs Soziale Medien bei der DAA in Hamburg. Robert Doelling arbeitet für das Online-Magazin energie-experten.org.

Mehr zum Thema