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In Berlin spielen sie alle. In Athen wird ein Lebensretter eingesperrt: Berliner Mediation im Falle von Sarah Mardini Eine der Heldinnen der Flüchtlingskrise: Sarah Mardini. Jetzt wird sie in Griechenland verhaftet - gerade wegen der Unterstützung der illegalen Migranten. Das ist ein explosiver Vorgang, in dem das Berliner Außenministerium vermittelt. In einem athenischen Gefaengnis ist die beruehmte Rettungsschwimmerin Sarah Mardini aus Syrien gefangen.

Sie wurden von den Griechen zusammen mit zwei weiteren Flüchtlingen verhaftet. Der Vorwurf ist schwerwiegend: Zugehörigkeit zu einer Verbrecherorganisation, Unterstützung der unrechtmäßigen Zuwanderung, Spitzeljagd, Geldwäsche. Die Sara und ihre Schwägerin Yusra Mardini sind zwei der Heldinnen der Flucht. Immer noch kilometerweit von der geretteten Griechenlandküste weg ist der Antrieb des Schiffes ausgefallen.

Sara und Yusra Mardini springen ins Meer und ziehen das voll besetzte Schiff an einem Strick ans Meer. Doch Yusra Mardini machte den Schritt zum Olympischen Schwimmteam für Flüchtling, fuhr nach Rio de Janeiro und wurde UN-Sonderbotschafter für Flüchtling. Mit einem Stipendium hat Sarah Mardini am Berliner Privateuni Bard Kolleg ein Studium der Wirtschaftswissenschaften begonnen.

Aber die Krise der Flüchtlinge hat Sarah Mardini nicht losgelassen. Laut einem Report in der "Taz" hatte die Nicht-Regierungsorganisation ECRI an Mardini geschrieben. Sara Mardini ist gekommen. In den Sozialmedien bat sie um Hilfe für die Hilfsorganisation und half denjenigen, die Erste Hilfe benötigen. Mardini wurde wegen des Verdachts der Verhaftung von ECRI als "kriminelles Netzwerk" verhaftet, das die illegale Einwanderung von Personen ermöglicht.

Es werden 30 Personen untersucht, 6 griechische und 24 ausländische Staatsangehörige. Dies ist das Ergebnis einer Erklärung der Griechischen Kommission. Gibt es wirklich ein "kriminelles Netzwerk" hinter ECRI? Bislang hat die Gesellschaft keine negative Aufmerksamkeit erregt. Nach Angaben der Polizei Griechenlands steht bei den Untersuchungen gegen Sardini und ihre Kameraden neben der Zugehörigkeit zu einer Verbrecherorganisation vor allem die Unterstützung der Schleuser.

Dazu kommt der Vorwurf des Spionierens: ECRI-Mitarbeiter nutzten für ihre Arbeiten ein Fernglas und ein Funkgerät. In Athen wird den AktivistInnen jedoch vorgeworfen, die Verhandlungen der türkischen Küste und der European Border Management Agency Frontex mit den Radios gehört zu haben. Die Behauptung der Geldwäscherei resultiert aus der Tatsache, dass Mardini und andere AktivistInnen SpenderInnen für die vermeintlich verbrecherische Vereinigung ECRI eingesammelt haben.

In Athen steht die dt. Auslandsvertretung in Verbindung mit den zuständigen Stellen und sucht den Zutritt zu Mardini.

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