Eex Co2

Co2 Eex

Die EEX ist mit über 200 Handelsteilnehmern aus 19 Ländern die größte der europäischen Energiebörsen. Die EEX veröffentlicht den CO2-Preisindex und den "Normalpreis" für KWK-Strom. Mit der Versteigerung von CO2-Belastungsrechten hat die Leipziger Strombörse EEX einen Durchbruch im Kampf um das Geschäft erzielt. Das Handelsvolumen am EEX-Spot- und Terminmarkt für CO2-Emissionsrechte in Deutschland in den Jahren 2005 bis 2017 (in Mio. t).

Europäische CO2-Emissionszertifikate

In der EU gibt es seit der Vertragsunterzeichnung des Kyoto-Protokolls 1997 bindende Emissionsgrenzwerte für Treibhausgase wie CO2. 2003 wurde entschieden, CO2-Emissionsrechte zu handeln, damit alle Firmen die Emissionsgrenzwerte einhalten können. Diese Emissionsberechtigungen werden auch als EUA (European Union Allowance) bezeichnet. Weil umweltschonende Firmen oft weniger CO2-Emissionsrechte verbrauchen als ihnen zugewiesen werden, andere Firmen aber wesentlich mehr CO2-EUAs verbrauchen, können die Emissionszertifikate an Spezialbörsen verkauft werden.

Wichtigster Handelsplatz für Emissionszertifikate ist die European Energy Exchange (EEX) in Leipzig. EU-Zertifikate können am Kassamarkt und European Carbon EUA Futures am Futuresmarkt handeln. Neben dem Emissionshandel mit bereits im Kreislauf befindlichen EUAs werden an der EEX auch primäre Auktionen von Emissionsanpassungen durchgeführt.

Im Rahmen des Handels mit europäischen Carbon EUA-Futures setzen die involvierten Partner einen exakten Kurs und einen exakten Termin fest, zu dem sie eine gewisse Zahl von Emissionszertifikaten von der Gegenpartei erwerben oder wiederverkaufen werden. Die Kontraktmenge eines europäischen Carbon Future liegt bei 1.000 EUR. Der Kurs für EUA-Futures wird in EUR pro EUR pro EUR (?/EUA) angegeben.

CO2-Emissionszertifikate werden nicht nur von Firmen, sondern auch von Kreditinstituten oder Anlegern erworben und gehandel. In letzterem Falle werden die Termingeschäfte jedoch in der Regel durch Countertrades geschlossen und es gibt keinen tatsächlichen Austausch von CO2-Emissionsrechten.

EEX-Auktionen führen die Versteigerung von CO2-Zertifikaten für EU-Länder fort

Nach europaweiter Aufforderung zur Angebotsabgabe wurde die European Energy Exchange (EEX) in Leipzig als Versteigerungsplattform für CO2-Emissionsrechte zertifiziert. Die EU-Emissionsrechte werden über die EEX weiter in Primärmarkt-Auktionen vermarktet. Ein entsprechendes Abkommen zwischen der EU-Kommission, der Energie-Börse Leipzig und der Clearingstelle European Commodity Clearing (ECC) sei für bis zu fünf weitere Jahre im Namen von 25 beteiligten Mitgliedsstaaten unterschrieben worden, kündigte die EEX am späten Nachmittag des vergangenen Jahres an.

"Wir sind froh, dass wir auch in Zukunft als Dienstleistungsunternehmen für die Versteigerungen der EU und der beteiligten EU-Mitgliedsstaaten fungieren können", so EEX-Chef Peter Reitz. Laut EEX findet die jüngste Versteigerung unter dem laufenden Kontrakt am kommenden Freitag, den 17. Juli, statt. Die Versteigerungen werden ab dem kommenden Tag im Rahmen des neuen Vertrages stattfinden.

Der im Versteigerungskalender zwischen dem 21. Juli und dem 31. Dezember angegebene Auktionstermin entfällt. Dementsprechend soll der Versteigerungskalender in Kuerze umgestellt werden.

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