Eeg Photovoltaik

Eeg-Photovoltaik

Die Photovoltaik wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert. In ähnlicher Form wurde das EEG von zahlreichen Ländern weltweit übernommen. EEG Mit der Novellierung des EEG, die 2017 in Kraft getreten ist, haben sich die Voraussetzungen für die Investition in Photovoltaikanlagen nochmals geändert. Das betrifft vor allem die Anschlussvorschriften zur Bestandssicherung für den Eigenbedarf sowie bessere Bedingungen für den Einsatz von bivalenten Solarspeichern. Zusätzlich zu den besseren Finanzierungsbedingungen besteht ein höherer Investitionsschutz.

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EEG-Unterstützung für die Photovoltaik: Über den Beginn nach dem Abschluss

Im Rahmen der aktuellen Novellierung des EEG im August 2012 hat die deutsche Regierung eine bedeutende Weichenstellung für die Photovoltaik vorgenommen: Die Photovoltaik-Leistung betrug Ende 2012 32,7 Gigawatt. So ist es nur folgerichtig - ungeachtet der dringenden und politischen Weichenstellungen bei der Durchführung der energetischen Umstellung - zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen der Austausch der in den vergangenen Jahren in Deutschland errichteten Photovoltaikanlagen ab 2030 erfolgen wird.

Wenn man bedenkt, dass die Photovoltaik in Deutschland im Schnitt nur etwa 1 000 Volllaststunden pro Jahr beträgt, also nur für etwas weniger als 1 000 von 8 760 Betriebsstunden (bzw. rund 10 %) pro Jahr bei voller Leistung zur Verfügung steht.

Wenn der Kapitalzugang einfach ist und die Zinsen zum Investitionszeitpunkt tief sind, geht es der Photovoltaik gut. 1990, also vor der Einführung der Photovoltaik durch das Stromeinspeisegesetz, gab es in Deutschland 138 Photovoltaikanlagen. Bei der Ablösung des Stromeinspeisegesetzes im Jahr 2000 durch die wesentlich bessere EEGFörderung gab es bereits 15.595 Kraftwerke.

Zum Jahresende 2012 wurde die Anzahl der Photovoltaikanlagen in Deutschland auf über 1,4 Millionen geschätzt[4]. Der Vergleich der 1990er und 2012er Jahre verdeckt jedoch die Wachstumsdynamik, die für das Verstehen der Entstehungsgeschichte der PV in Deutschland von ausschlaggebender Wichtigkeit ist. Nützlich ist die Unterscheidung in drei Stufen (siehe Tabelle 1): Die erste Stufe von 1990-1999 weist eine sehr zögerliche Entwicklung der Photovoltaik in Deutschland auf.

Mit dem Jahr 2000 beginnt die zweite Etappe, die bis 2008 läuft. In Deutschland ist die dritte Entwicklungsphase die spannendste; sie läuft von 2009-2012, in der in nur vier Jahren mehr als 80 Prozent der Ende 2012 verfügbaren Stromproduktionskapazität der Photovoltaikanlage errichtet wurden.

Interessanterweise hat man dann ein komplettes Abbild der durch das EEG unterstützten PV-Leistungen in Deutschland. Diese Sichtweise zeigt unmittelbar, dass der explosive Kapazitätsausbau in Deutschland nach 2008 mit zeitlicher Verzögerung zu einem korrespondierenden Kapazitätsverlust führt. Häufig wird argumentiert, dass der Expansionskurs der Photovoltaik in Deutschland in erster Linie auf das ökologische Bekenntnis der Anleger zurückzuführen ist.

Es ist auch zu vermuten, dass die Menschen, die in Deutschland in Photovoltaik investieren, von recht simplen Vorgehensweisen überzeugt sein werden. Photovoltaik-Investoren in Deutschland sind vor allem Privatleute, Kleinhändler und Bauern. Rund 80% der PV-Leistung in Deutschland befinden sich auf dem Dach. Auf dieser Basis kann dann berechnet werden, wie lange die Anlagen in Betrieb sein müssen, damit die jährliche Rendite wieder die Anfangsinvestition erreicht.

Liegt dieser Zeitabschnitt unter der Nutzungsdauer der Anlagen, kann die Beteiligung als "wirtschaftlich" eingestuft werden; ist der Zeitabschnitt länger, ist die Beteiligung "unwirtschaftlich". Für die Darstellung von Grössenordnungen und Tendenzen ist es sinnvoll, diese simple Berechnung auf Investitionsentscheide in den verschiedenen Entwicklungsphasen der PV in Deutschland zu übertragen.

Als Beispiel wollen wir die Wirtschaftlichkeit einer Anlage auf dem Dach in der für Ein- und Zweifamilienhäuser üblichen Grössenordnung von bis zu 5 Kilowatt nennen. Besonders auffallend ist der dramatische Preisrückgang von knapp 30 Prozent beim Wechsel von 2008 auf 2009 und der anschließende rasante Preisrückgang. Alleine von 2008-2012 haben sich die Kosten für PV-Anlagen mehr als verdoppelt.

Dann wurde dieses Konzept im Stromeinspeisegesetz und später im EEG weiterentwickel. Zu Beginn des Jahres 2012 betrug der Preis nur 24,43 ct (für Systeme der Klasse bis 10 kW). Auffallend ist, dass die Kürzung der EEG-Förderung erheblich hinter dem Preisrückgang für Photovoltaikanlagen zurückblieb. Für die Jahre 2000 und 2012 lässt sich leicht errechnen, dass die Preise für Photovoltaikanlagen um 72% gesunken sind, während die Einspeisevergütung nur um 52% gesunken ist (Tabelle 2).

Der Preisrückgang bei PV-Anlagen und die entsprechende Anpassung der Förderregelung bestimmen gemeinsam die Wirtschaftlichkeit von Investitionstätigkeit. Ab 2008 gab es eine weitere Verbesserung: Die Amortisationszeit wurde auf 7-8 Jahre verkürzt. Allerdings wird die ungeheure Wachstumsdynamik der Photovoltaik in Deutschland zu Jahresbeginn 2009 erst durch einen weiteren Einflussfaktor nachvollziehbar.

Jeder, der auf diese Zeit zurückblicken kann, wird sich bald an den Kollaps der US-Investmentbank Lehman-Brothers am 15. September 2008 erinnern. Das Erlebnis, wie zügig man an der Börse verliert und die historischen Tiefstzinsen haben viele Investoren in Deutschland zum Denken gebracht. Jeder, der über einen überschaubaren Geldbetrag verfügte und nach den Ereignissen der Finanzmarktkrise nicht mehr in fragwürdige Finanzanlagen von Kreditinstituten, sondern in konkrete Immobilien (und ein eigenes Dach) investierte, konnte sich der Möglichkeit, in eine PV-Anlage zu investieren, nicht entziehen.

Die Verbindung zwischen der Dynamik der Photovoltaik und dem Renditerückgang der mittleren laufenden Rendite inländischer Inhaberobligationen - als Hinweis auf die alternativen Investitionsmöglichkeiten - ist offenkundig (Abb. 2). Wir wissen jedoch, dass die meisten der heutigen 1,4 Millionen Photovoltaikanlagen in 20-25 Jahren ausgetauscht werden müssen. Wenn Sie nicht mehr anlegen wollen, brauchen Sie sich keine Sorgen um Probleme zu machen.

Der Markteintritt für kleine PV-Systeme ist niedriger als bei fast jeder anderen Energieerzeugungstechnologie. Firmen profitieren von Investitionen. Private Personen hingegen müssen nicht unbedingt investieren: Da eine rechtliche Pflicht zum weiteren Betrieb von Photovoltaikanlagen für mehrere Mio. Systeme in Gestalt einer "Solarkraftwerksverordnung" (analog zur kürzlich verabschiedeten Reservekraftwerksverordnung) kaum durchführbar ist, kommt es darauf an, wieder an wirtschaftliche Förderung zu denken. 2.

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