Durchschnittlicher Gasverbrauch Pro Qm

Mittlerer Gasverbrauch pro Qm

Der Gasverbrauch pro Quadratmeter genutzter Wohnfläche ist der Gasverbrauch in kWh pro Jahr - ohne Warmwasser. Wie Sie Ihren mittleren Gasverbrauch bestimmen können. Der einfachste Weg, Ihren Jahresverbrauch zu ermitteln, ist derjenige, der sich Ihre letzten Gasrechnungen ansieht. Wenn Sie den Kubikmeterwert in kWh umsetzen wollen, benötigen Sie neben dem Gasverbrauch auch die Brennwertnummer des Gasgemisches und die Zustandsnummer, die die Abweichung zwischen dem Volumen des Gasgemisches im Normal- und im Betriebszustand wiedergibt. Beides erhalten Sie von Ihrem Gaslieferanten oder dem Netzwerkbetreiber.

In manchen Fällen ist es jedoch nicht möglich, sich eine ältere Gasabrechnung anzusehen, z.B. wenn Sie in ein anderes Gebäude umziehen und keine Rechnung vom Verbrauch des Vorjahres haben, oder wenn Sie keine Erfahrung mit dem Durchschnittsgasverbrauch durch die Installation einer neuen Heizungsanlage haben. Die tatsächlichen Gasverbräuche hängen von vielen individuellen Faktoren ab, die an vielen Ansatzpunkten für eine effizientere Organisation der Heizperiode denkbar sind.

Der Gasverbrauch pro qm in einem niedrig isolierten Gebäude beträgt etwa 200 Kilowattstunden pro Jahr; ein Passivhaus braucht nur 15 Kilowattstunden pro Jahr für die selbe Grundfläche. Eine gute Belüftung kann auch Wärmeverluste nach draußen vermeiden und so den Gasverbrauch reduzieren. Entscheidend für den Gasverbrauch sind auch die Heizungsgewohnheiten der Bewohner: Wer es gerne wärmt und seine Zimmer ständig auf 22 °C erwärmt, verbraucht wesentlich mehr als diejenigen, die 20 C° nutzen und die Temperaturen über Nacht absenken.

Für jeden zusätzlichen Temperaturgrad, der zwischen Außen- und Innenraumtemperatur zu überwinden ist, werden rund sechs Prozentpunkte mehr Strom verbraucht. Die Raumtemperatur kann z.B. über einen elektronischen Heizungsregler leicht geregelt werden. Last but not least hat der tatsächliche Kessel einen großen Einfluß auf den Gasverbrauch. Seit 2007 hat sich der Wirkungsgrad der Kessel kontinuierlich um drei Prozentpunkte pro Jahr erhöht und die Brenntechnik hat die Tieftemperaturtechnik durchgesetzt.

Dadurch gehen rund 17% weniger Strom über den Kamin aus. Die Warmwassererwärmung muss in den Gasverbrauch einbezogen werden, wenn sie durch Erdgas geschieht. Bei Altbauten werden etwa zehn vom Hundert des Erdgases zur Wassererwärmung verwendet, bei Niedrigstenergiehäusern können es bis zu 25 vom Hundert sein. Das liegt nicht daran, dass die Warmwassererwärmung in Energiesparhäusern weniger effektiv wäre, sondern daran, dass in der Regel weniger Wärme erforderlich ist.

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