Die Photovoltaik

Der Photovoltaik

Die acht Tendenzen für die Photovoltaik Der US-amerikanische Analysehersteller IHS Markit hat die bedeutendsten Tendenzen für den weltweiten Photovoltaik- und Speicher-Markt für 2018 auflistet. Ingesamt 20 Staaten werden eine zusätzliche Photovoltaikleistung von mehr als 500 MW erzielen, aber China, die USA und Indien werden weiterhin den Weltmark erobern. Vor allem die Tarife in den USA und Indien werden sich auf den Handel und die Preise der Module ausweiten.

Die IHS Markit hat am vergangenen Tag ein White Paper über acht globale Tendenzen für den Photovoltaik- und Energiespeicher-Markt herausgegeben. In diesem Jahr werden zwanzig Staaten neue Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 500 MW errichten, verglichen mit 16 Ländern im vergangenen Jahr und nur zehn Ländern zu Anfang des Jahrzehntes. Laut Experten werden die drei weltgrößten Photovoltaikmärkte - China, Indien und die USA - bis zu zwei Dritteln der für 2018 zu erwartenden Gesamtleistung von 108 GW aufbringen.

Dort soll der Gesamtmarkt in diesem Jahr um 38% gegenüber 2017 zulegen, vor allem in Spanien, Argentinien und Malaysia, wo IHS Markit eine zumindest verzehnfachte Zunahme in den entsprechenden Märkten rechnet. Laut den Analytikern von IHS Markit verlässt die schwebende Photovoltaik ihr zweites Standbein und wird vermehrt auf Staudämmen, Reservoirs und anderen Wässern eingesetzt.

Dem Bericht zufolge haben China, Indien und Südkorea bereits korrespondierende Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 450 MW gebaut. Die weltgrößte schwebende Photovoltaikanlage (40 Megawatt) ist das führende Land in diesem Bereich, weitere 70 bzw. 150 MW sind für das erste Vierteljahr vorgesehen. Bis 2023 will Indien zehn Milliarden Watt Strom für solche Kraftwerke anbieten und die Niederlande wollen bis 2023 2,3 Milliarden Euro ausgeben Diese Entwicklungen machen es notwendig, dass sich der heutige Weltmarktführer für schwebende Photovoltaikanlagen, das franz. Unternehmens Ciel et Terre, in Zukunft auf mehr Konkurrenz vorbereitet, wie es im Whitepaper steht.

IHS Markit erkennt einen dritten Tendenz in der verstärkten Nutzung der Bifacial- und Halbzelltechnologie. Die beiden Techniken sind relativ kostengünstig: Sie steigern die Leistungsfähigkeit eines einzigen Bauteils und reduzieren so die Anlagenkosten. Einen weiteren Technologietrend stellt laut IHS Markit der Gebrauch von Diamantseilsägen dar, mit denen vermehrt polykristalline Scheiben gesägt und die Waferkosten um bis zu 15 % reduziert werden.

Aus politischer Sicht gehen Experten davon aus, dass sich insbesondere die Handelspolitik der USA und Indiens auf die Preisentwicklung und die Modulbeschaffung auswirken wird. So würden die zu Beginn des Berichtsjahres eingeführten US-Einfuhrzölle auf fremde Photovoltaikmodule und -zellen nicht genügen, um in den USA große Produktionsausweitungen voranzutreiben. In Indien werden zur Zeit Einfuhrzölle für Photovoltaikprodukte aus China, Malaysia und Taiwan geprüft.

Damit könnte der Solarmodul- und Zellmarkt aus dem Mittleren Königreich sowohl in Indien als auch in den USA geschlossen werden. Laut IHS Markit liegen rund 70 Prozent der globalen Produktionskapazität für Photovoltaikmodule in China. So werden Wechselrichterhersteller mit neuen Industriepartnern wie z. B. Elektro-Mobilität, Energiespeicher, Beleuchtung, Heizen und Kühlen arbeiten, wie von Experten erwartet.

Als nächster Trend identifiziert IHS Markit den Gebrauch von Batteriespeicher in großen Photovoltaikanlagen. Aufgrund der allgemein höheren Elektrizitätspreise ist Hawaii ein Pionier auf diesem Gebiet, aber es gibt mittlerweile auch andere Gebiete in den USA und Australien. Alleine in Down Under sind Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 2,1 GW in der Planung.

Der letzte der acht von IHS Markit genannten Tendenzen sind Elektroautos, die den Weg für neue Synergieeffekte mit ortsfesten Energiespeichersystemen aufzeigen.

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