Deutsche Strom

Elektrizität in Deutschland

Bei Tagesanbruch werden die Deutschen gerne mit einem Radiowecker oder gar einem Handy geweckt. Immer mehr Strom exportiert Deutschland in die europäischen Nachbarländer. Auch eine der gefährlichsten Hackergruppen hat Deutschland im Visier. Mit der Energieeffizienz-Initiative informiert die dena private Haushalte über alle Themen rund um Energieeffizienz und Stromsparen. Wie der Strom vom Kraftwerk in den Haushalt gelangt, welche Teile das Stromnetz bilden und wer für die Netzstabilität sorgt, erfahren Sie hier.

Energieerzeugung in Deutschland: Woher kommt die Kraft?

Seit einigen Jahren verändert sich die Stromproduktion in Deutschland. Hintergründe dafür sind die Energierevolution und der daraus resultierende Beschluss zum Atomausstieg und zur Erhöhung der Energieerzeugung aus regenerativen Energiequellen. In Deutschland gibt es einen sehr heterogenen Strommix: Steinkohle, Kernenergie und regenerative Energieträger sind die bedeutendsten.

Im Folgenden wird näher erläutert, wie der Strom in Deutschland produziert wird. Am Ende des 19. Jh. wurden die ersten Elektrizitätswerke und -netze gebaut. Der Strom wird überwiegend in Elektrizitätswerken produziert, in Deutschland ist die Stromproduktion mittlerweile privater geworden. Elektrizität wird durch die Umwandlung von Energieträgern wie Wärme oder kinetische Energien in elektr. Strom erzeug.

In Deutschland tragen die Bereiche Kernenergie, Gas und erneuerbare Energien zur Energieerzeugung bei. Der überwiegende Teil der Elektroenergie wird in Deutschland nach wie vor aus heimischer Kraftwerkskohle erzeugt. Bei der Verbrennung von Kohlen in Steinkohlekraftwerken oder Braunkohlenkraftwerken wird durch die entstandene Hitze die Verdampfung von Trinkwasser bewirkt, das eine Anlage antreibt. Mehr als 40 Prozent des Stroms in Deutschland stammten 2016 aus Kohlekraftwerken: 17,2 % stammten aus Stein- und 23,1 % aus Braunkohle.

Die Problematik bei der Erzeugung fossiler Energieträger liegt in der begrenzten verfügbaren Menge und der klimaschädlichen Wirkung von CO2-Emissionen, auch bei anderen Brennstoffen wie Erdöl oder Erdgas. Denn die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung kann den Wirkungsgrad dieser Anlagen steigern, indem sie sowohl für die Wärmeerzeugung als auch für die Stromproduktion ausgenutzt wird.

Ein weiterer großer Teil der Energieerzeugung wird durch Kernkraftwerke generiert. Im Jahr 2016 stammten 13,1 Prozent der Stromproduktion in Deutschland aus AKW. In einem Kernkraftwerk wird im Kernreaktor durch Atomspaltung Hitze produziert, die auf den Wasserkreislauf übergeht; der Dampf antreibt eine Windkraftanlage. Im Prinzip ist die Energieumwandlung also vergleichbar mit der in anderen thermischen Kraftwerken. Der Einsatz von Atomenergie zur Elektrizitätserzeugung wird von vielen nicht nur wegen des Umfangs der möglichen Störfälle, sondern auch wegen der allgemeinen Furcht vor Strahlenexposition zurückgewiesen.

Hinzu kommt das Dilemma, dass nukleare Abfälle gefahrlos zu lagern sind, was den kontroversen Transport nuklearer Abfälle notwendig macht. Die Windenergie liefert in Deutschland den zurzeit höchsten Strombeitrag aus regenerativen Energiequellen. Die regenerativen Energieträger in der Elektrizitätserzeugung nehmen zu und ihr weiterer Aufbau ist ein bedeutendes politisches und bevölkerungspolitisches Anliegen.

Erneuerbare Energiequellen sind Wind, Sonne, Wasser und Biomassen. Im Jahr 2009 entfielen rund zehn Prozentpunkte der Endenergien und 16 Prozentpunkte der Stromproduktion auf erneuerbare Energie. Im Jahr 2014 erhöhte sich der erneuerbare Energieanteil auf 27,3 und im Jahr 2016 auf 29Prozent. Die Windenergie liefert den grössten Teil des deutschen Energiebedarfs.

Allerdings führt die vorhersehbare Knappheit an fossilen Brennstoffen und die Bemühungen um den Klimaschutz zu einem zunehmenden Fokus auf regenerative Energieträger zur Stromproduktion. Sie können auch selbst Strom produzieren. Noch populärer wird die Erzeugung von Strom auf dem eigenen Gelände. Am bekanntesten ist wohl die private Energieerzeugung durch Solarsysteme, die in der Regel auf dem Dach installiert werden.

Darüber hinaus besteht die Option, sowohl Strom als auch Wärme durch ein Heizkraftwerk zu gewinnen. Sie als Konsument können den Strom-Mix in Deutschland mindestens ein wenig mitbestimmen. Je mehr Ökostrom eingekauft wird, desto umweltfreundlicher wird die gesamte Stromproduktion. Wo kommt mein Strom her? Die Stromversorger sind zur Angabe der Stromherkunft gezwungen.

Informationen über die Anbieter, deren Preise und Stromarten können Sie in unserem alphabetisch sortierten Adressbuch nachlesen. Power-Flatrate - ein "Rundum-Sorglos-Paket"? Eine aktuelle Flatrate scheint zunächst sehr einträglich. Ist ein solcher Strompreis aber wirtschaftlich sinnvoll? Intelligente Zähler sind die Namen der neuen E-Zähler. In vielen Häusern rotieren die älteren elektrischen Zähler noch.

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