Care Energy Pleite

Pflege Energie Konkurs

Pflege Energie-Insolvenz: Zahlen Sie keine zweifelhaften Mehrforderungen! Der unter der Dachmarke "Care Energy" tätige Energieversorger verursacht auch im Insolvenzfall und bei Betriebsaufgabe große Verbraucherschwierigkeiten. Durch niedrige Preise, Grünstrom und kombinierte Ökotarife, darunter den Verkauf und die Errichtung von Solarsystemen sowie Sozialtarife und -projekte, hat er einmal das Verbrauchervertrauen als Kunde gefördert.

Für viele ehemalige Auftraggeber ist dieses opake Netzwerk von Unternehmen heute eine dauerhafte Katastrophe. Auch die Care-Energy AG kann seit dem 28. Juni 2016, als die erforderlichen Vereinbarungen mit den Stromnetzbetreibern beendet wurden, die Abnehmer in Sachsen-Anhalt nicht mehr mit Elektrizität und Erdgas versorgen. Seither sind ehemalige Kundinnen und Servicekunden mit bedenklichen Zusatzansprüchen behaftet.

Die Konkurse der miteinander verbundenen Unternehmen haben daran nichts geändert. Vielmehr haben eine Reihe von Insolvenzverwaltern eine große Zahl von ehemaligen Auftraggebern aufgefordert, massive Zuzahlungen über Inkassogesellschaften zu leisten. Sie lassen sich von der Verbraucherberatungsstelle beraten und unterstützen. Das Verbraucherzentrum kam in den meisten Fällen zu dem Schluss, dass ein Teil der von den Verbrauchern geleisteten Vorauszahlungen nicht mitgerechnet wurde.

Sie haben in der Regelfall für "Pflege-Energie" noch mehr gezahlt, als sie eigentlich an Strom erhalten haben. Anstelle von Geldrückzahlungen fordern die Insolvenzverwaltern jedoch von den betreffenden Konsumenten aufgrund einer angeblichen Bereitstellung durch diverse "Pflegeenergie"-Unternehmen zusätzliche Mittel. Nach Ansicht des Verbraucherverbandes gibt es hier jedoch große Bedenken, ob die Insolvenzverwaltern überhaupt Ansprüche für einzelne Pflegeenergieunternehmen erheben können.

Die Versuche, die offen gebliebenen Fragestellungen unmittelbar mit dem Zahlungsunfähigkeitsverwalter der Care-Energy AG und des Care-Energy Managements zu klären, blieben ohne Erfolg. Auf die mehrmals geforderten Stellungnahmen hat der Konkursverwalter nicht geantwortet. Die Verbraucherschutzzentrale empfiehlt den betreffenden Verbrauchern, sich nicht unter Zugzwang zu stellen und keine ungeprüften Nebenforderungen zu zahlen, solange diese Unstimmigkeiten nicht ausräumen.

Mit Hilfe spezieller EDV-Tools überprüft die Verbraucherberatung die einzelnen Anforderungen und lehnt sie gegebenenfalls berechtigterweise ab. Außerdem sollten in solchen Faellen die Verbraecher das zustaendige Konkurs-Gericht - das Bremer Landgericht - ueber die ungerechtfertigten Ansprueche und die Verfahren der Konkursbehoerden unterrichten. Zur Weltverbrauchertages - der in diesem Jahr ganz im Zeichen des Energiewandels steht - hat die Verbraucherstelle einen Strompreisvergleich über Strom- und Gaspreise für Sachsen-Anhalt und ein umfassendes Info-Paket zur Problemlösung erstellt und bietet in ihren Beiräten am 14.03.2018 im Zuge eines Aktionstages spezielle Beratungen dazu an.

Die speziellen Beratungen können auch von betroffenen Care-Energy-Kunden genutzt werden.

Mehr zum Thema