Baywa Aktiengesellschaft

Bajwa Aktiengesellschaft

Das Einzel- und Großhandelsunternehmen Baywa AG mit Sitz in München. Die BayWa AG bekräftigt die Erwartung für 2018 Die BayWa AG, München, hat im zweiten Geschäftsquartal 2018 ihr Ertragsniveau signifikant verbessert und das erste Geschäftshalbjahr plangemäß beendet. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 erhöhte sich der Konzernumsatz leicht auf 8,3 Milliarden EUR (Vorjahr: rund 8,0 Milliarden EUR). Der Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) lag im ersten Semester 2018 bei rund 32,1 Millionen EUR (Vorjahr: 72,8 Millionen EUR).

In der ersten Jahreshälfte 2018 haben sich die weltweiten landwirtschaftlichen Handelsaktivitäten des Geschäftsfelds BayWa Agri Supply & Trade (BAST), die weltweiten Fruchthandelsaktivitäten von Global Produce und das Landtechnik-Geschäft sehr positiv entwickelt. Nachdem der Saisonauftakt aufgrund der Witterung verspätet war, konnte auch das Baustoffsegment gegenüber dem Jahr zuvor einen Vorteil erringen. "Der BayWa-Konzern nutzt erneut seine Diversifizierung und Internationalität", erklärte Klaus Josef Lutz, Vorsitzender des Vorstands der BayWa AG.

Er nannte als Beispiel die schwierige Witterung in Deutschland, die das inländische Agrarhandelsgewerbe im Jahr 2018 belastete: Dies hatte zusammen mit dem weiterhin bestehenden Druck auf die Margen im Agrarhandel zu einem geringeren Resultat im Segment Agrar zum Stichtag 31. Dezember 2018 als im Vergleichszeitraum des Vorjahres beigetragen. Hingegen erreichte der Welthandel mit Ölsaaten- und Getreidearten ein wesentlich verbessertes Halbjahr als 2017, da er beispielsweise von einer günstigen Preissentwicklung im Sojageschäft profitierte, unter anderem im Rahmen der chinesischen Strafzölle auf US-Sojabohnen und im südwestdeutschen Raum.

Infolgedessen fehlte der BayWa auch im ersten Semester 2018 ein erhebliches Absatzvolumen und ein entsprechender Ergebnisbeitrag. Obwohl die Auslandsaktivitäten mit den Konzerngesellschaften T&G Global Limited (T&G) und TFC Holland B.V. diese Belastung im ersten Semester 2018 nicht vollständig kompensieren konnten, erwartet er, dass das Auslandsgeschäft zusammen mit den positiven Perspektiven für die diesjährige Apfelernte in Deutschland zu einem besseren Resultat für das Segment Global Products zum Ende des Jahres führen wird.

Ähnlich positiv ist der Blick der BayWa auf das BAST-Geschäft, das weiterhin von der gestiegenen Preisvolatilität im Getreidehandel profitiert. Positiv beurteilt Lutz auch die Entwicklung im Bereich Baustoffe aufgrund der weiterhin starken Bautätigkeit. Sie bekräftigte damit die Prognose, bis Ende 2018 ein konsolidiertes Ergebnis (EBIT) auf dem Stand von 2017 zu erreichen:

Dem im Vorjahr enthaltenen Sondereinfluss aus dem Abgang der Konzernhauptverwaltung in der Größenordnung von rund 20 Mio. ¬ steht ein höheres operatives Ergebnis gegenüber. In der ersten Jahreshälfte 2018 war das Agrarsegment durch eine positive Tendenz im Welthandel mit Cerealien und Ölsaaten sowie mit Global Produce gekennzeichnet, die von einer guten Marktbearbeitung der neuseeländischen Apfel durch T&G profitierten.

In Summe schließt das Agrarsegment das erste Semester 2018 mit einem leicht gestiegenen Umsatz auf 5,8 Milliarden EUR (Vorjahr: 5,6 Milliarden EUR) und erreicht einen EBIT-Sprung auf 52,4 Millionen EUR (Vorjahr: 48,3 Millionen EUR). Die Tatsache, dass dieses Resultat nicht noch besser ausgefallen ist, ist vor allem auf das Arbeitsgebiet Landwirtschaft zurückzuführen, das die Handelstätigkeit mit heimischen Agrarprodukten und Betriebsmitteln kombiniert.

Dabei belasteten die widrigen Witterungsbedingungen das operative Rohstoffgeschäft erheblich und der hohe Druck auf die Margen den Produkthandel. Die BayWa erwartet nach der guten Technologieentwicklung im ersten Semester eine weiterhin gute Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte: Der Auftragseingang liegt auf einem über dem Vorjahresniveau und die steigenden Produzentenpreise, insbesondere für Milcherzeugnisse, zeigen eine weiterhin hohe Investitionsneigung.

Das Geschäftsfeld Energy war im ersten Semester durch steigende Heizölpreise im traditionellen Energiesektor und den weiteren Ausbau von Wind- und Solarkraftanlagen gekennzeichnet, die überwiegend im vierten Vierteljahr 2018 veräußert werden. Infolgedessen lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Semester 2018 wie erwartet unter dem Vorjahresniveau, das auch von ungewöhnlich hohen Umsätzen im Objektgeschäft begünstigt war: Während im ersten Semester 2017 Turbinen mit einer Leistung von mehr als 145 MW abgesetzt wurden, war die EBIT-Marge im gleichen Zeitraum des Vorjahres ab dem dreißigsten Vierteljahr 2009 niedriger als in der ersten Hälfte 2018 gewesen.

Juli 2018 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 25 Mg. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 belief sich der Konzernumsatz im Segment Strom auf rund 1,64 Milliarden EUR (Vorjahr: 1,66 Milliarden EUR). Der Betriebserfolg (EBIT) belief sich auf 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 49,1 Mio. EUR). Im Bereich der alternativen Energien stiegen die Umsätze im ersten Semester 2018 aufgrund des im Vorjahresvergleich konstant gestiegenen Rohölpreises.

Zugleich führten die höheren Heizölpreise zu einem Rückgang der Nachfrage um mehr als 20 Prozentpunkte, so dass das sehr gute Zwischenergebnis 2017 nicht erzielt werden konnte. In der ersten Jahreshälfte 2018 hat das Arbeitsgebiet Erneuerbare Energie sein Angebot an Wind- und Solarprojekten in den USA und Europa weiter ausgebaut. In der Sparte Baustoffe konnte durch das wärmere Frühling der wetterbedingte Umsatzrückstand aus dem ersten Vierteljahr 2018 ausgeglichen und die Führung in Bezug auf Absatz und Ergebnis im ersten Semester 2018 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ausgebaut werden.

Auch in der Fachdistribution für Konstruktionsvollholz konnte der Absatz gesteigert werden, und die Kompetenzbündelung unter der Dachmarke "Home of BayWa Building Materials" wirkte sich vorteilhaft auf das Geschäft mit Privatkunden aus. Die Umsatzerlöse im Bereich Baustoffe stiegen im ersten Quartal 2018 auf 797,7 Millionen EUR (Vorjahr: 753,6 Millionen EUR). Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im selben Zeitabschnitt auf 7,4 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR).

Das Geschäftsfeld Innovationen & Digitalentwicklung verzeichnete im ersten Semester 2018 ein kräftiges Neukundenwachstum. In der Summe konnte das Geschäftsfeld den Absatz im ersten Quartal 2018 auf 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) signifikant ausweiten. Dieser Zuwachs spiegelte sich jedoch nicht im Ergebnis wider, da notwendige Investitionen, insbesondere in die Software-Entwicklung, erforderlich waren, die wie geplant mit -6,0 Mio. EUR im ersten Semester 2018 auf einem vergleichbaren Vorjahresniveau lag (minus 5,4 Mio. EUR).

Mehr zum Thema