Bayerischer Energieversorger

bayrischer Energieversorger

mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[/a> | | | Quellcode bearbeiten]> Bayernwerk AG war ein 1921 gegründetes Unternehmen der Energieversorgung des Freistaats Bayern. Nach der Übernahme durch VIAG im Jahr 1994 wurde sie im Jahr 2000 mit der PreussenElektra zur E. ON Energy verschmolzen. Das Bayernwerk erschien erstmals 1915 in einem Memoiren von Oskar von Müller. Die 1912 mitbegründeten und von Müller mit initiierten Pfälzer Kraftwerke waren das erste deutsche Kraftwerk im damaligen Bayern, das ein bundesweites Stromversorgungsnetz betrieb.

Ähnliches gilt für die bundesweite Belieferung Bayerns mit Ausnahmen der Pfalz. Herzstück des vorgesehenen Transportnetzes sollte ein Pumpspeicherkraftwerk am bayrischen Voralpenland, rund 75 Kilometer von München entfernt, sein. Millers Pläne basierten darauf, die im Kraftwerk Wallchensee und den Anlagen an der Mittelisar produzierte Elektrizität bundesweit zu distribuieren, vor allem in die Ballungsräume mit ihrem Mehrverbrauch.

Herzstück des Projekts war eine Ring-Doppelstrecke, die alle bedeutenden bayrischen Konsumzentren und Nebenstrecken mit den abgelegeneren Teilen des Landes unterhält. Im ersten Ausbauschritt wurden bis 1924 12 Trafostationen für 110 Kilovolt in Karlsruhe, Landshut, Regensburg, Arzberg, Hof, Amberg, Nürnberg, Bamberg, Schweinfurt, Würzburg, Aschaffenburg und München gebaut. Durch eine Zweikreisringleitung wurden die Werke in Karlsruhe, Landshut, Regensburg, Amberg, Nürnberg und München angeschlossen.

Eine weitere Doppellinie führt von Amberg über Arzberg nach Hof. Zusammen mit dem Bayernwerksnetz wurde so das erste 110-kV/16,7-Hz-Bahnnetz in Deutschland geschaffen. Im zweiten Ausbauschritt wurden mehrere Anbindungen an andere Energieversorger aufgebaut, beispielsweise an die Firma Innwerk AG über die Geschäftsführung Landshut-Töging, die Firma Thüringenwerk AG über die Geschäftsführung Bamberg-Kulmbach-Neuhaus-Schierschnitz-Remptendorf und die Firma Wasserkraft-AG über die Geschäftsführung Kochel-Zirl.

Außerdem wurden Pipelines vom Kernkraftwerk in der Nähe von Passau nach Regensburg und vom Atomkraftwerk Au bei Illertissen ins niederstädtische Gebiet verlegt. Der Lauf der Strecke Kachletwerk-Regensburg entlang der Donau gab dieser Mast Form ihren Titel. Im Jahre 1930 wurde das Schwandorfer Elektrizitätswerk in Dienst gestellt und die Stromzufuhr in den 110-kV-Leitungsring zwischen Amberg und Regensburg gelegt.

Ab 1940 gab es eine Anbindung der Netze des Bayernwerks an die Elektrizitätswerke AG über das Trafostation Ludersheim bei Nürnberg, das den 110-kV-Leitungsring mit der neuen Reichssammelschule verband. In den Jahren 1942 und 1943 hat das Bayernwerk schliesslich die Firmen Valchenseewerk AG und Mittelere Isar AG übernommen. Im Jahr 1951 ging das Elektrizitätswerk Aschaffenburg am Main in Kraft.

Weil es im Rahmen der deutschsprachigen Aufteilung keinen 220-kV-Anschluss mehr an das übrige Hochspannungsnetz gab, wurde 1949 zwischen Bayernwerk und PreußenElektra der Anschluss der beiden 220-kV-Netze mit einer Pipeline über Aschaffenburg an das Kernkraftwerk Borkens beschlossen. Im Jahr darauf wurde zwischen Bayernwerk und RWE ein weiterer 220-kV-Anschluss, dieses Mal von Aschaffenburg zum Unterwerk Kelsterbach, unterfertigt.

Das Bayernwerk setzt seit der Mitte der 60er Jahre zunehmend auf Atomenergie, zumal es keine produktiven Kohlefelder in der Nähe gab. Noch im selben Jahr wurde mit dem Neubau des Kernkraftwerkes Niederaichbach begonnen, das als Pilotanlage mit nicht anreichertem Uran ( "Natururan") errichtet und nach nur einem Jahr Betrieb wegen techn.

Mit der Inbetriebnahme des dritten bayerischen Kernkraftwerks in Gräfenrheinfeld im Jahr 1982 erhöhte sich der Kernenergieanteil an der Stromproduktion in Bayern auf 55 Prozent (1996). Das Höchstspannungsnetz wurde aufgrund der ständig steigenden Energieerzeugung kontinuierlich erweitert, zunächst mit 220 Kilovolt, seit den 70er Jahren vor allem mit 380 Kilovolt.

Nachdem der Eiserne Vorhang gefallen war, wurde dieses Vorhaben verwirklicht und die Pipeline 1992 in Gang gesetzt. Das Bayernwerk erwarb Ende der 80er Jahre 25% der VIAG, die ihrerseits 38,8% der Aktien des Bayernwerks hatte. Im Jahr 1994 gab der Freistaat Bayern seinen Anteil von 58,3 Prozent am Bayernwerk auf. VIAG hat sie übernommen und auf 97,1% erhöht.

5] Im Gegenzug wurde der Bayerische Staat mit 25,1 % an der VIAG und 2,3 Mrd. DEM in Form von Barmitteln beteiligt. 6] Neben der Etablierung von neuen Mitteln und Unternehmen wurden die Mittel für die so genannte "Offensive Zukunft Bayern" und das Nachfolgeprojekt "High-Tech-Offensive Bayern" eingesetzt. Im Bayrischen Unternehmensarchiv befindet sich das frühere Unternehmensarchiv.

Der bayrische Verteilungsnetzbetreiber E.ON Bayern AG tritt seit Juni 2013 wieder unter dem Markennamen Bayernwerk auf. Siegmund Kurzmann: 30 Jahre Bayernwerk AG: 1921 - 1951 Staatliche Elektrizitätsversorgung Bayern. August Menge: Das Bayernwerk und seine Kräfte. Berlin: Springer 1925 Manfred Pohl: Das Bayernwerk: 1921 bis 1996 München: Piper 1996 25 Jahre Bayernwerk.

München: als Handschrift reproduziert, um 1946 Frühe Unterlagen und Zeitungsberichte über das Bayernwerk in der ZBW. Hochsprung zu: abc Manfred Pohl: Das Bayernwerk 1921 bis 1996. Zurückgeholt am 18. Jänner 2017. Hochsprung zu: ab A. Menge: Das Bayernwerk und seine Kräftequellen.

Zurückgeholt am 20. Jänner 2017. Springen zu: Manfred Pohl, in: Geschichtliches Lexikon Bayerns: Bayernwerk AG.

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