Ausbau Windenergie

Windenergieausbau

Warum der Ausbau der Windenergie ins Stocken gerät. Regenerative Energie Die Entwicklung der Onshore-Windenergie kommt nur schleppend voran. Die AfD setzt sich nun auch gegen neue Windkraftanlagen ein. Die Beweggründe sind sehr unterschiedlich: Einige Bewohner bemängeln die Windkraftanlagen im Urwald und beklagen die geplanten Rodungen der Tannen. Andererseits wollen sie den Energiewandel grundsätzlich stoppen, weil sie den vom Menschen verursachten Klimawechsel für gefälscht erachten.

"Headwind in Kremmen" ist eine von mehreren hundert Anti-Windkraft-Initiativen, die in den letzten Jahren in ganz Deutschland ins Leben gerufen wurden. Diese haben sich im Verband "Vernunftkraft" zusammengetan, hinterfragen die Trendwende und betrachten den Ausstieg aus der Kernenergie als schweren Irrtum. Mittlerweile sprechen wir von 900 Volksinitiativen im Verband, obwohl diese Anzahl kontrovers ist; einige Experten sehen rund 500 Volksinitiativen in Deutschland als durchaus machbar an.

Selbst wenn es nicht klar ist, wie gut die Arbeiten der Windkraft-Gegner funktionieren - eines ist klar: Der Einsatz der Bürgerinitiative gegen erneuerbare Energieträger wird immer mehr professionalisiert. "Ihre Einflussnahme sollte nicht unterschätzt werden, jedenfalls in den Gemeinden", sagt Eva Eichenauer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK, die die Initiativen der Bürger für ein Forschungsvorhaben untersuchte.

Für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mitfinanzierte Forschungsvorhaben Energy Conflicts untersuchte Michael E. G. Eichenauer das Problem der Akzeptanz beim Ausbau von Ökostrom. Denn der Ausbau der Windenergie ist bei vielen Bürgerinnen und Bürger kontrovers, die um Lärmbelästigung, Gesundheitsprobleme und die oft genannte "Asparagie" der Natur bangen. Der AfD selbst stellt auf seiner Internetseite fest, dass er die Demonstrationen gegen die Windenergie unterstützt.

"Es wäre aber auch erstrebenswert, wenn es noch mehr Rückenwind und viele Volksinitiativen gegen die tatsächlichen Täter dieses "Windspieles" gäbe. Tatsächlich aber geht die Anzahl der genehmigten Windenergieanlagen zurück. Nach Angaben der BNetzA wurden im Jahr 2016 mehr als 3.100 Werke zugelassen. In einigen Ländern wie Bayern gibt es kaum noch Anmeldungen für neue Werke, in anderen wie Schleswig-Holstein steht ein Aufschub der Erweiterung entgegen.

Nichtsdestotrotz feierte die Windindustrie Ende letzten Jahres: 1.800 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 5.000 MW wurden nach Angaben der Windenergie-Agentur 2017 erstmals an das Stromnetz angeschlossen. Nach Angaben des Bundesverbandes WindEnergie sind in Deutschland mittlerweile mehr als 28.600 Windenergieanlagen an Land unterwegs - das ist ein europäischer Rekord, wenn man die Leistungsfähigkeit der Windenergieanlagen betrachtet.

Der BWE erwartet ebenfalls einen Rückgang der neuen Kapazitäten um ein Drittel gegenüber dem Vorquartal. Dies ist nach Expertenmeinung auch auf eine neue Ausschreibungspraxis für Windkraftanlagen zurückzuführen, die seit Jänner 2017 in Kraft ist. Für Windparkbetreiber scheint dies jedoch ein weniger interessantes Beispiel zu sein, da die Anzahl der Angebote seit Jahresbeginn zurückgegangen ist.

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