Arbeitsplätze Erneuerbare Energien

Jobs im Bereich der erneuerbaren Energien

In den Medien wird häufig verbreitet, dass erneuerbare Energien zu mehr Arbeitsplätzen und Wohlstand führen würden. Jobs - Fachagentur für Erneuerbare Energien Die erneuerbaren Energien sind in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Arbeitsplatzfaktor geworden. Für die Erzeugung, Errichtung und den Einsatz von erneuerbaren Energien werden bereits knapp 340.000 Menschen bezahlt (Stand 2016). Besonders strukturschwache Gebiete profitierten vom Aufbau der erneuerbaren Energien, wo zahlreiche neue Arbeitsplätze wurden.

Auch in den Gebieten, in denen viele Anlagen für erneuerbare Energien nicht errichtet werden können oder wollen, fungiert der Aufbau der erneuerbaren Energien als Arbeitskräfte.

Aufgrund der großen Nachfrage nach Zulieferern entstehen im Zuge der Energierevolution auch viele Arbeitsplätze in traditionellen Sektoren. Jedoch hat die Finanzkrise, vor allem in der Solarbranche, in den vergangenen zwei Jahren zum Verlust einiger Arbeitsplätze in der Fertigung geführt. Dennoch wirken sich die regenerativen Energien als Ganzes deutlich positiv auf die Beschäftigungslage aus, auch weil Montage, Bedienung und Instandhaltung vor Ort erfolgen und damit Arbeitsplätze in der Region gesichert sind.

Arbeitsstätten

Die Ausweitung der regenerativen Energien und der Anlagenbetrieb in den Bereichen Strom, Heizung und Verkehr bietet vielen Menschen Arbeitsplätze. Wie viele Mitarbeiter im Bereich der regenerativen Energien tätig sind und ob durch die Umstellung Arbeitsplätze entstehen oder wegfallen werden, ist in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen untersucht worden. Einen Überblick über die Untersuchungen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zu Beschäftigungseffekten im Energiebereich erhalten Sie hier.

Übersicht über makroökonomische und Verteilungseffekte

Die Umstellung der Energiezufuhr geht mit beträchtlichen Aufwendungen einher. Das Projektergebnis ist eine wesentliche Orientierung für eine ökonomische Beurteilung der energetischen Transformation. Massnahmen zur Transformation von Energiesystemen bewirken eine ganze Serie von Änderungen in der Waren- und Dienstleistungsverteilung und wirken sich auf die Belastung und Entlastung der beteiligten AkteurInnen aus. In der Untersuchung "Systematisierung der makroökonomischen Auswirkungen und Verteilungsfolgen der Energiewende" werden Verteilungsfolgen und Terminologie konsequent dargestellt und ein umfassender qualitativer Gesamtüberblick über die übergeordneten Zusammenhänge gegeben.

In der Energiebranche ist die konjunkturelle Lage der Schlüsselindikatoren wie Investition, Bruttoerzeugung, Im- und Export und Erwerbstätigkeit strukturbedingt anders. Zudem stimuliert die Investitionsbereitschaft der Energiebranche andere Wirtschaftszweige. Im Rückblick auf die Jahre 2000-2016 präsentiert die Untersuchung "Ökonomische Kennzahlen des Energiesystems" eine Systematik und fasst die verfügbaren, umfangreichen Informationen anschaulich zusammen.

Im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien und der Erhöhung der Energieffizienz sinkt die Importnachfrage nach fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Gas und Kohle in Deutschland. Für die Jahre 2000 bis 2015 wird in der Untersuchung "Zur Berechnung der durch den Ausbau erneuerbaren Energien und Energieeffizienz verminderten Imports fossile Brenn- und Kraftstoffe" eine Methode angeboten, mit der die Einspareffekte durch erneuerbare Energien und Wirtschaftlichkeit flächendeckend und gleichmäßig ermittelt werden können.

Der Gesamtenergieverbrauch kann ein Indikator für die Erschwinglichkeit von Strom sein. Es gibt jedoch noch keinen anerkannten Bewertungsindikator, der die Erschwinglichkeit als Maß für das energiepolitische Dreieck der Ziele zuverlässig messe. Der Sachverständigenausschuss zur Überwachung der Trendwende hat daher ein Gesamtkonzept für die nationalen Energiekonten vorgelegt. Das Gutachten "Energiewirtschaftliche Gesamtrechnungen - Methodik und beispielhafte Berechnungen" nimmt den Ansatz der Fachkommission wieder auf.

Für eine angemessene volkswirtschaftliche Beurteilung der energetischen Transformation ist eine Netto-Analyse der einzelnen Auswirkungen erforderlich: Der aktuellen Situation mit den Energiewendezielen wird eine intellektuelle Situation gegenübergestellt, in der es keine energetische Veränderung gibt. Energiepolitische Massnahmen und generelle Marktentwicklung können zu Auswirkungen für die betroffenen AkteurInnen führen, die sich in sektoriellen, regional, sozioökonomischen und temporären Merkmalen widerspiegeln können.

Gezielte Verteilungswirkungen der bundesdeutschen Stromversorgung werden näher untersucht: Die Ausbreitung der erneuerbaren Energien bringt Arbeitsplätze, die aufgrund der Entwicklung der einzelnen Energieträger auch in der Region verschieden sind. In diesem Zusammenhang wird in der Untersuchung "Erneuerbar beschäftigt sich in den Bundesländern" nicht nur die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien auf Landesebene bestimmt, sondern auch nach Energiequellen (z.B. Windkraft, Bio- und Solarenergie) und nach ihrer Zahl im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft.

Neben dem oben beschriebenen Projekt wurden die makroökonomischen Effekte der energetischen Transformation und vor allem die Beschäftigungseffekte bereits in anderen früheren Projekten erforscht. Bei diesen Projekten ging es zum Beispiel um die Fragestellung, wie viele Menschen in der Energiebranche tätig sind und in welchem Umfang die Umstellung der Energieversorgung Arbeitsplätze schaffen oder letztlich kosten wird.

Alle Projekte sind sich daher einig, dass sich die Umstellung der Energieversorgung positiv auf die Beschäftigungslage auswirken wird. Im Mittelpunkt der Untersuchung "Beschäftigung aus regenerativen Energien in Deutschland: Aufbau und Nutzung, heute und morgen" steht die Untersuchung der regenerativen Energien und ihres Einflusses auf die Gesamtbeschäftigung in den Jahren 2012 und 2013 unter Berücksichtigung mehrerer Zwischenstufen, d.h. auch der Mitarbeiter von Direkt- und Indirektlieferanten.

Dabei wird auch die Fragestellung untersucht, ob die energetische Umstellung zu einer zusätzlichen Nettobeschäftigung führen wird, d.h. ob durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien mehr Arbeitsplätze entstehen, als z.B. bei der herkömmlichen Elektrizitätserzeugung wegfallen werden. Im Gegenzug wird davon ausgegangen, dass die energetische Umstellung 1995 beginnen wird (Beginn des Aufbaus erneuerbarer Energien durch staatliche Förderung).

In den folgenden Jahren wurde die Brutto-Beschäftigung aus erneuerbaren Energien im Zuge des oben erwähnten Projektes "Makroökonomische Implikationen und Verteilungsaspekte der Energiewende" modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Die aktualisierten Zeitreihen sind in der obigen Untersuchung "Ökonomische Kennzahlen des Energiesystems" wiedergegeben. In der Untersuchung "Gesamtwirtschaftliche Folgen der Energiewende" werden unter anderem die Folgen der Wende auf die Beschäftigung in Deutschland erörtert.

Wie in der oben genannten Untersuchung wird bestimmt, in welchem Umfang die energetische Umstellung Nettoarbeitsplätze schaffen wird. Es wird davon ausgegangen, dass die energetische Umstellung mit dem Konzept (PDF, 2MB) im Jahr 2010 beginnen wird. Dies bedeutet zum Beispiel, dass die Beschäftigungswirkungen des Aufbaus der erneuerbaren Energien und die Erhöhung der Energie-Effizienz aus der Zeit vor 2010 in den Resultaten nicht berücksichtigt werden.

Einen anderen Ansatz verfolgt die Untersuchung "Wertschöpfung und Beschäftigungswirkungen der Energiewirtschaft" und untersucht anhand amtlicher Statistiken die energetische Bruttoarbeitskräfte. Neben der Brutto-Beschäftigung werden auch die Teilsektoren erneuerbare Energien und konventionelle Energien berechnet. Gegenüber der ersten Untersuchung wird nur die erste Zwischenstufe betrachtet, d.h. es werden nur Mitarbeiter von Direktlieferanten miteinbezogen.

Mehr zum Thema