Anzahl der Windkraftanlagen in Deutschland

Zahl der Windenergieanlagen in Deutschland

Das EEG: Öko-Industrie errichtet weitere tausend neue Windkraftanlagen In den nächsten zwei Jahren wird die Windenergie wie kaum eine andere Branche boomt. In Deutschland hält der Windenergieboom an. Nichtsdestotrotz wird die Anzahl der Windenergieanlagen in Deutschland in den nächsten zwei Jahren um mehr als zehn Prozentpunkte auf über dreißigtausend anwachsen. Alle bis zum Stichtag der Antragstellung am Stichtag für den Bauantrag hat die für den Elektrizitätsmarkt zuständige Aufsichtsbehörde eingelangt.

Anleger, die ihre Vorhaben bis zu diesem Termin registriert haben, können weiterhin die Vergütung für Ökostrom nach dem EEG ( "Erneuerbare-Energien-Gesetz") beziehen - vorausgesetzt, sie schließen die Kraftwerke bis Ende 2018 an das Stromnetz an. Der Ablauf der Fristen Ende Jänner hat bei den Anlegern offensichtlich eine gewisse Last-Minute-Panik ausgelöscht. In jedem Fall liegen die Antragszahlen deutlich über dem von der deutschen Regierung festgelegten "Zielkorridor" für den Ausbau der Windenergie.

Auch in der Industrie selbst übertrifft sie die optimistischen Vorhersagen. Bis zum Bilanzstichtag sind nach Angaben der BNetzA 2950 Windenergieanlagen im Anlagenbuch eingetragen. Mit diesen angeforderten Bauvorhaben wird sich die Zahl der Gesamtanlagen bis Ende 2018 von aktuell rund 27.270 auf 30.220 erhöhen. Nach Angaben der BNetzA wird die Kapazität der Onshore-Windenergieanlagen in den nächsten zwei Jahren um 8840 MW mit knapp 3.000 neuen Turbinen zulegen.

Mit 4420 MW pro Jahr liegen sie weit über dem "Zielkorridor" von 2500 MW brutto, den die deutsche Regierung im EEG 2014 festgelegt hatte. Dieser hatte für 2017 einen Ausbau von bis zu 5.000 MW und für das nächste Jahr von 3.500 MW erwarte. Bei einer Steigerung von 8840 MW wird die deutsche Onshore-Windenergieleistung auf weit über 50 GW steigen.

Der Spitzenstrombedarf in Deutschland beträgt dagegen rund 85 GW. So haben die rund 27.000 Windenergieanlagen im Jänner dieses Jahr trotz ihrer rund 46 Megawatt installierter Kapazität über mehrere Tage hinweg weniger als fünf Megawatt zur Verfugung gestellt.

Zur besseren Synchronisierung des Wachstums der Windenergiekapazitäten mit dem Ausbau des Stromnetzes hatte die deutsche Regierung in der letzten Novellierung des EEG eine Änderung des Subventionssystems verankert: In Zukunft darf nur noch die vom Staat festgelegte Leistung festgelegt werden. Die nach dem Stichtag der Anmeldung am Stichtag der Inbetriebnahme gemeldeten Einrichtungen müssen sich an diesem neuen Genehmigungsverfahren beteiligen. Ende 2018 soll die EEG-Vergütung für Onshore-Windenergie aus Neubauten unter acht Cents pro kWh sinken.

Abhängig vom Ort kann es noch profitabler sein, an den neuen Ausschreibungen mitzumachen.

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