Aktueller Gaspreis 2016

Derzeitiger Gaspreis 2016

Die derzeitige Konvergenz der Regionalpreise ist bemerkenswert. Die aktuellen Gaspreise pro m³ betragen rund 36 bis 57 Cent. Die Produktion in Deutschland sank bis 2016 auf 6,6 Mrd. m³ (2010 = 12,7 Mrd. m³).

Preisindex für Erdgasimporte (EIPI)

Inzwischen wird Erdgas sowohl an sogenannten "Gas-Hubs" als auch an den Aktienbörsen verstärkt kurzfristiger gehandel. So verfolgt auch der Einfuhrpreisindex immer mehr die Entwicklungen an den unabhängigen Erdgashandelsplätzen, während der Erdölpreis eine immer kleinere Bedeutung hat. Die folgende Abbildung[Abb. 1] zeigt die indizierte Tendenz seit Januar 2001, wobei das Liberalisierungsdatum für den Monat September 2002 mit 100 festgelegt ist.

Zusätzlich wird für die kommenden sechs Monaten eine - auch indizierte - Vorhersage vorbereitet, die die voraussichtliche weitere Geschäftsentwicklung unter Einbeziehung der Prämissen der internationalen Erdölmärkte (Futuresnotierungen) widerspiegelt. Neben diesem Gradmesser für die Kursentwicklung entstehen in Europa zunehmend liquide Handelsorte wie Gasbörsen oder Naben. In diesen Zentren oder an diesen Aktienbörsen richten sich die Kurse nicht nur nach dem Erdölpreis, sondern resultieren auch, wie bei anderen Gütern, aus dem Zusammenwirken von Anbieten und Fordern.

Die Aktienbörsen offerieren Standardprodukte wie z. B. Tages- oder Futuresprodukte. Auf dem Spot- oder Day-Ahead-Markt werden Erdgasmengen für den Folgetag gehandelt. Dabei werden die Mengen für den Folgetag umgerechnet. In der folgenden Abbildung wird die Durchschnittskursentwicklung des Day Ahead-Marktes der TTF (Title Transfer Facility in den Niederlanden), des German Hub NCG (NetConnect Germany), des American Henry Hub und des Austrian Virtual Trading Centre CEGH verglichen.

Energiemarktkommentar: Strom- und Gaserzeugerpreise für Handel und Industrie fallen wieder

Der Umschwung der Energiepreise der Konzerne im Monat Juni führte zu einem Rückgang der Preise im Monat April. Über die Erwartungen an die Kursentwicklung im Monat Dezember gehen die Energiemarktexperten auseinander. Im Monatsmitte April betrug der durchschnittliche Wert der für Stromversorgungsverträge abgegebenen Gebote 3,04 ct/kWh, verglichen mit 3,13 ct/kWh im Monat Juni (Market Comment 2016-08).

Dies kommt der Einkaufssaison zugute, die traditionsgemäß im Monat Oktober beginnt und in der insbesondere viele Firmen ihre Stromversorgungsverträge erneut aushandeln. Daher können diese Kontrakte nun gekündigt werden und die Firmen handeln über neue Bedingungen aus. Dieser Ansatz kann auch im Hinblick auf die Preisentwicklungen des vergangenen Jahres sehr empfehlenswert sein. Trotz der Erhöhungen in den vergangenen Wochen liegen die Preise aktuell unter denen der vergangenen Jahre.

Erst eine flächendeckende Tenderung zeigt, welche Kurse auf dem heimischen Strommarkt realisierbar sind. Der Preisverlauf an den Stromhandelsbörsen wird einen entscheidenden Einfluss auf die erreichbaren Bedingungen der jetzt zu vereinbarenden Stromversorgungsverträge haben. Rechtzeitig zur Spitzenzeit der Strombezüge sind diese Erlöse wieder in einen Abwärtstrend gefallen. Gegenwärtig sind die Faktoren, die die Entwicklung der Strompreise beeinflussen, sehr verschieden.

Die beiden Kurse entwickelten sich zurzeit ungleichmäßig und zeigen keine eindeutigen Trends. Bei den Kohlepreisen selbst gab es im Monat April zwar verschiedene Veränderungen, aber vor allem am Ende des Monats war ein steigender Trend zu verzeichnen. Nachdem die Rohölpreise im Monat September und September wieder gesunken waren, stiegen die Kurse zunächst im Monat September, fielen dann aber wieder etwas.

Zwar gibt es keine eindeutigen Hinweise auf einen signifikanten Zuwachs, eine Fortführung oder gar Verkürzung der durchgeführten Preissenkungen, aber eine Normalisierung mit anschließendem leichtem Strompreisanstieg ist höchstwahrscheinlich. Die Zeichen für eine weitere Kursentwicklung lassen jedoch keinen Anlass zu einer angeblich besonders günstigen Kurssituation überstürzen, da ein Preisanstieg voraussichtlich etwas verhaltener sein wird.

Die Bedingungen für den Abschluß von neuen Erdgaslieferverträgen waren für die Gesellschaften im Monat September etwas günstiger als im Monat Januar. Die Durchschnittspreise für Großverbraucher sanken leicht von 1,78 ct/kWh im Monat Januar auf 1,70 ct/kWh im Monat September. Damit ist das Preiskonsumniveau der im Jahr 2016 ausgehandelten Gasversorgungsverträge weiterhin gering. Trotz der seit Mitte des Jahres etwas gestiegenen Kurse liegen diese unter dem Vorjahr.

Es wäre daher gut für das Unter-nehmen, die vorhandenen Gasversorgungsverträge zu beenden und nachverhandeln. Die Auswahl der Lieferanten ist gerade beim Einkauf von Erdgas von großer Wichtigkeit. Niedrigere Kaufpreise für Gesellschaften reflektieren die Entwicklungen auf den Großhandelsmärkten, wo die Gaspreise seit Anfang Juni sinken. Gegenwärtig gibt es am Strommarkt lautstarke Meinungen, die von wieder ansteigenden Benzinpreisen ausgehen.

Die Verbindung zwischen Anbieten und Anbieten steht jedoch im Widerspruch zu der Einschätzung, dass die Erdgaspreise wieder steigen werden. Zumindest für das Front-Jahr scheint ein Plus unwahrscheinlich. Dies wird auch durch die derzeitige Lagersituation unterstützt. Insgesamt sollte das Front-Jahr, das gegen Ende des aktuellen Geschäftsjahres sowieso an Gewicht verlieren wird, recht gering ausfallen, während sich die weiter entfernten Anlieferungsjahre wieder festigen sollten.

Mehr zum Thema