Abbau von Laktat

Laktatabbau

Aufgrund des ständigen Auf- und Abbaus von Laktat wird im Körper in der Regel ein Gleichgewicht bis zu einer gewissen Belastungsintensität erreicht: mw-headline" id="Salze">Salze[source code]> Milchsäureester sind Salz und Milchsäureester. Weil Milchsäuren in zwei Enantiomerformen vorkommen, gibt es auch zwei korrespondierende Anionenformen, die in der Fischer-Projektion nach ihrer Orientierung meist als D- und L-Formen genannt werden (die Fischer-Projektion ist jedoch vertikal mit der höheren oxidierten Gruppierung an der Spitze dargestellt).

Laktat, das im Menschen gebildet wird, ist nur in der L-Form rechtsdrehend vorhanden. Die Anionen haben die konstitutionelle Formel CH3-CHOH-COO- und werden Laktat genannt. Der häufigste Laktat im Menschen ist Natriumlaktat. Bei der Glycolyse wird das Coenzym NAD+ zu NADH/H+ abgebaut, wenn Glukose oder Glycogen zu Brenztraubensäure abgebaut wird.

Weil nicht alle NADH/H+, die in Muscelfasern mit niedrigen Mitochondrien produziert werden, so schnell wie der Stress steigt, kann sich der Körper selbst helfen, indem er Pyruvate zu Laktat abbaut. nadh/ h+ wird zu nad+ umgebaut. Die Zersetzung von Glukose zu Laktat wird auch als homogene Milchsäurefermentation bekannt. Im Skelettmuskel, der Haut, der Darmschleimhaut, den Blutkörperchen, den Nerven und dem Hirn werden ca. 0,7-1,3 Millimeter Laktat pro Std. produziert.

Mit zunehmender Beanspruchung werden vermehrt Kohlehydrate eingesetzt, da sie pro Einheit signifikant mehr für die Bildung von z. B. Fett (FFS 0,4 mmol-min-1, Glycogen 1,0 mmol-min-1, Glukose 3,0 mmol-min-1) sorgen[1]. Im Gegensatz dazu wird Laktat in der Lunge über Pyruvate zu Glukose mit Energie gebildet. Als Glukoneogenese bezeichnet man die Neusynthese von Laktat zu Glukose.

Glukose und Glycogen werden in den Muskeln vermehrt zu Brenztabletten zerlegt, die aufgrund des Mangel an NAD zu Laktat (und damit NADH/H+ zu NAD+) zersetzt werden. Durch die Überlastung des Systems der Laktatausnutzung reichert sich das Laktat in den Muskeln an, das Reaktions-Gleichgewicht verlagert sich und die Glycolyse wird erheblich behindert oder kommt zum Stillstand.

Laktat wird in der Humanmedizin als Marker für Ischämie eingesetzt, da es bei Sauerstoffmangel im Körpergewebe auftritt. Im Falle von Phosphorvergiftungen, Leberschwund, Osteomalazie und Trichinen ist Laktat im Urin ersichtlich. Normale Werte im Blut: 5-20 mg/dl ( (entspricht 0,55-2,2 mmol/l); Liquor-Standardbereich: 11-19 mg/dl; Laktat wird hauptsächlich auf der Intensivstation bestimmt:

Auch bei der Milchsäurefermentation produzieren sie Laktat. Die Milchsäureester (CH3-CHOH-COOR) werden auch Laktate bezeichnet. Durch die im Milchsäurenmolekül enthaltene Alkohol-Funktion kann auch eine intramolekulare Esterifizierung zu einem Laktid erfolgen. Von Patrick Auswahl, Wilhelm Bloch, Joachim Mester: Die modernen Ansätze zum Laktat: Laktat ein über- und gleichzeitig überbewertetes Mol.

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