Als Ausgangsstoffe für die technische Produktion von Biogas eignen sich:
* vergärbare, biomassehaltige Reststoffe wie Klärschlamm, Bioabfall oder Speisereste
* Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist)
* bisher nicht genutzte Pflanzen bzw. Pflanzenteile (z. B. Zwischenfrüchte, Kleegras im Biolandbau)
* gezielt angebaute Energiepflanzen (Nachwachsende Rohstoffe).
Dabei stellt die Landwirtschaft mit den drei letztgenannten Möglichkeiten das größte Potenzial für die Produktion von Biogas. Bis auf die letzte Möglichkeit handelt es sich dabei um prinzipiell kostenlose Ausgangsstoffe (abgesehen von Transport- und sonstigen Nebenkosten).
Aufgrund der kontinuierlichen Verfügbarkeit unabhängig von kurzfristigen Schwankungen von von Wind oder Sonneneinstrahlung trägt die Bioenergie und damit auch Biogas sinnvoll dazu bei, eine Ergänzung im Energiemix der Erneuerbaren Energieträger einzunehmen.
Biogas wird in Deutschland aufgrund der gesetzlich garantierten Vergütung bisher meist als Brennstoff für Blockheizkraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. In Schweden, wo die Stromerzeugung aus Biogas wegen niedrigerer Strompreise unrentabel ist, ist hingegen die Aufbereitung auf Erdgasqualität und Einspeisung in das Gasnetz sowie die Nutzung als Treibstoff in Gasfahrzeugen (Biomethan) die am weitesten verbreitete Nutzungsvariante. Mittlerweile wird auch in Deutschland Biogas in das Netz eingespeist und ist damit nahezu bundesweit verfügbar. Erste Projekte dazu starteten 2007.
Quelle: Wikipedia
